Anhängerkupplung

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Die Geschichte der Anhängerkupplung

 

Das hier geht größtenteils an die Dehler Profi GL Fahrer, die auch gerne eine Anhängerkupplung hätten. Leider habe ich nicht von allen Schritten und Positionen Fotos gemaht, da ich bei der Montage sehr oft mein Handy nicht in der nähe hatte oder meine Finger einfach viel zu dreckig waren. Am Anfang standen wir vor dem Problem, dass wir einen dritten Schlafplatz brauchten, um weiter komfortabel mit dem Dehler in den Urlaub fahren können. Die umgeklappten Sitze sind für große Menschen doch eher unbequem und so wurden diese im Urlaub einfach gegen eine Matratze getauscht. Mit einer kleinen, dritten Person kommen ganz neue Aufgaben, wenn man weiterhin so Urlaub machen möchte. Also habe ich verschiedene Ideen versucht umzusetzen. Die genaueren Beschreibungen gibt es dann später in anderen Artikeln. Hier möchte ich von der Installation meiner Anhängerkupplung berichten.

Ich schreibe das hier als Bericht aber ich denke, es kann auch gut als Anleitung gesehen werden. Am Anfang habe ich mich erst einmal informiert, wie ich an ein Fahrzeug mit Heckverlängerung eine Anhängerkupplung bekomme. Für jeden normalen T4 kann man einfach eine Kupplung mit E-Satz für ca. 150€ bekommen. Ich habe dann schnell festgestellt, dass ich zusätzlich eine Rahmenverlängerung benötige und zwar nicht irgendeine. Es gibt für diese Art von Aufbau meines Wissens nur eine Zugelassene. Diese wird bei der Firma SMV Metall GmbH noch auf Anfrage hergestellt (Stand 25.09.2016) und kostet incl. Montage ca. 1300€. Seltsam finde ich, dass sie dabei das Fahrzeug noch einmal anschauen wollen, um die Kupplung genau anpassen zu können. Jedem sollte klar sein, dass die Löcher im Rahmen von VW gesetzt wurden und eigentlich einfach nach Zeichnung eine AHK gefertigt werden könnte. Aber wahrscheinlich habe ich keine Ahnung...

...und da ich keine Ahnung habe, habe ich mich auf die Suche nach einer gebrauchten Kupplung gemacht. Gleich vorweg: Die Chance, eine Gebrauchte zu finden, ist nahezu aussichtslos. Ich habe Glück gehabt und konnte mir in Hamburg für 500€ eine von einem anderen Profi GL abschrauben. Zur Vorbereitung für dieses Event musste ich erst einmal meine Stoßstange demontieren, denn der Stoßstangenträger wird durch die Rahmenverlängerung der AHK ersetzt. Im Gegenzug musste ich natürlich diesen Träger mitnehmen und in Hamburg gegen die AHK tauschen. Allerdings gent es hierbei nur um die VW Teile. Die GFK-Verkleidung meiner Stoßstange habe ich von meinem Stoßstangenträger abgebaut und zu Hause gelassen. Das war auch gut so, denn wie sich später herausstellte, war der Dehler in Hamburg ein trauriges, verrostetes Wrack. Der Besitzer hatte mir vorher erklärt, dass er das Ding blind gekauft hat und er selbst schwer enttäuscht war vom Zustand.

Als ich dann nun unter diesem Dehler in Hamburg lag, um die Schrauben zu lösen, habe ich schnell gesehen, was er meinte. Dieses Fahrzeug hatte sehr viele Druchrostungen an kritischen Stellen im Rahmen. Eine Restaurierung wird sehr teuer, falls da überhaupt jemand Bock drauf hat. Viele dieser Stellen habe ich mir gemerkt, und später mit meinem verglichen, denn ich hatte schon Angst, dass meiner ein ähnliches Bild abgeben würde, schließlich ist meiner 2 Jahre älter. Zum Glück konnte ich dann einige Tage später bei der Durchsicht der Stellen an meinem Fahrzeug nichts großartiges feststellen außer Flugrost und Patina. Aber dazu später mehr. Trotz des schlechten Zustands des Spenderfahrzeugs war die Anhängerkupplung in einem erstaunlich guten Zustand. Das zeigt mir, dass die Kupplungen von SMV qualitativ sehr hochwertig sind, denn auch bei dieser Kupplung ist noch das Typenschild von SMV dran, sogar noch mit der alten Postleitzahl. Um das Ganze originalgetreu und TÜV-gerecht wieder bei mir verbauen zu können, habe ich die zugehörigen Rahmenschrauben mitgenommen und wieder bei mir eingebaut.

Wieder zu Hause angekommen, habe ich Überlegungen angestellt, welche Reparaturen und Konservierungsmaßnahmen zeitgleich durchgefügrt werden können. Dabei waren die Ideen in einigen Punkten nicht dem Budget entsprechend. Die vier Fernscheinwerfer mussten dringend erneuert werden, unterschiedlichen Teile neu lackiet werden und Rost musste an einigen Stellen bekämpft werden. Wo ich also schon mal dabei war, habe ich dann passend zum Heck auch die Front demontiert. Hier gab es (ZUM GLÜCK) nur Flugrost zu finden und einige Stellen, die sich mir einfacher Drahtbürste im Akkuschrauber nahezu entfernen ließen. Also nichts tiefes, nur ein paar Ausblühungen an den Kontaktflächen der Bleche. Nach der Aktion mit der Drahtbürste habe ich dann Fertan in einer dickeren Schicht als empfohlen aufgetragen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Zeug speziell bei Überlappungen und Falzen gut einzieht, wenn man etwas mehr aufträgt. Ich kann eine Wirkzeit von ca. 3 Tagen nur empfehlen, dabei zwischendurch immer mal wieder die Stellen mit einer fein zerstäubenden Sprühflasche LEICHT anfeuchten. An einigen Stellen kann man fast zuschauen, wie das Zeug wirkt.

Nach der Wirkzeit habe ich dann die Reste des Mittels abgewaschen, allerdings NICHT mit Schwamm und Seife, SONDERN NUR mit klarem Wasser aus meinem Gartenschlauch. Reiben oder ähnliches würde die vom Fertan gebildete Schicht wieder aufreissen oder anders zerstören. Aus Erfahrung weiß ich, dass Fertan im ungeschützen Zustand nicht unbedingt lange hält, und eine Lackierung der entsprechenden Stellen hätte als Korrosionsschutz ebenfalls keinen Sinn gemacht, daher ging meine Entscheidung zu einer Beschichtung auf Wachs / Fett Basis. Nach einiger Recherche im Internet habe ich mich für Produkte von FluidFilm entschieden. Hier schien mir die Haltbarkeit im Zusammenhang vom Preis am besten und ich habe tatsächlich nichts negatives finden können. Speziell das Zusammenspiel mit Permafilm fand ich hochinteressant und preislich sehr attraktiv. Dass diese Kombination seit Jahren erfolgreich in Seewasserballasttanks genutzt wird (SEEWASSER=SALZWASSER!) hat meine Entscheidung gefestigt. Allerdings habe ich die Frontmaske nicht mit Permafilm eingesprüht. Hier fehlte noch das Geld und die Notwendigkeit.

Das Geld wurde mehr oder weniger Sinnvoll für andere fast notwendige Fahrzeugteile ausgegeben, wie zum Beispiel ORIGINAL gelbe Nebelscheinwerfer. Diese superseltenen Teile habe ich bei der Gelegenheit auch gleich installiert. Dies ist denkbar einfach, denn die Löcher + Gewinde sind schon im Rahmen vorgesehen. Die Scheinwerfer müssen nur angeschraubt und nach Verkabelung eingestellt werden. Kabelsätze mit Relais und original VW-Steckern gibt es schon für wenig Geld nagelneu bei Ebay. Etwas komplizierter wurde das Aussägen der Löcher in der Stoßstange. Da beim Dehler die Dehlerstoßstange über die original Stoßstange montiert wurde, musste ich durch zwei Schichten Kunststoff schneiden. Um die Aussenseite nicht unnötig mit Sägespuren zu verzieren, habe ich zuerst auf der Rückseite den Kunststoff der Originalstoßstange großzügig mit einem Dremel ausgeschnitten und damit die Dehlerstoßstange freigelegt. Danach habe ich auf die Stoßstange das Glas des Scheinwerfers angezeichnet. Ich habe zuerst ein kleineres Loch geschnitten und dies dann nach und nach an den Nebelscheinwerfer angepasst. Somit ist optisch nahezu kein Spalt zwischen Nebelscheinwerfer und Stoßstange.

Die beste Möglichkeit, FluidFilm Liquid A aufzutragen, ist eine einfache Druckbecherpistole. Damit kann das Zeug in die kleinsten Ritzen und Falze gespritzt werden und durch die Kriechwirkung wird (Hoffentlich) das komplette Blech geschützt. Nach dem Auftragen des FluidFilms konnte ich sehr gut sehen, in was für einem guten Zustand dieses mittlerweile 24 Jahre alte Fahrzeug ist. Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Zusätzlich habe ich noch die drei Verkleidungsbleche im Kühlergrill neu Lackiert. Dies war schon lange überfällig, denn der Vorbesitzer war der Meinung, die Steinschläge mit Hammerite silber zu "bemalen". Mit dieser "Kampfspurenbemalung" fahre ich jetzt schon drei jahre rum und exakt so lange hat es mich geärgert. Die Kurzfassung dazu: abschleifen, entfetten, grundieren, warten bis trocken ist, mit 600er Nassschleifpapier erneut anschleifen, nochmal entfetten, nochmal grundieren, nochmal warten, nochmal schleifen, ENTFETTEN, Farblack DÜNN!!! draufsprühen, warten (ca.30 min) und dafür sorgen dass nichts, NICHTS mit der Oberfläche in berührung kommt, Vorgang je nach Wunsch 3-4 mal wiederholen, dann Klarlack ebenfalls draufsprühen, gerne in mehreren Schichten, 5-7 Mal. Falls der Eindruck entsteht, dass der Klarlack trüb ist oder das Silber durch den Lack zu hell ist, WARTEN!!! Der Klarlack braucht eine Weile zum härten und klart erst dann richtig auf. Je nach Temperatur kann das schon mal einen Tag dauern, in der Sonne ein bis zwei Stunden (Meine Erfahrung mit dem Tankdeckel)!

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